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12. Juli 2017 - Bakum-Lüsche

Bohlke: Bienen sind für Schöpfung unersetzlich

Meldewesen-Experte möchte mit Hobby Schöpfung bewahren

Franz-Josef Bohlke engagiert sich als Imker, um Bienenvölker in seiner Heimat zu erhalten und um Gottes Schöpfung zu bewahren. An seinem Arbeitsplatz im Bischöflich Münsterschen Offizialat ist der 57-jährige als Referent für das Meldewesen tagtäglich für die Erfassung und Pflege umfangreicher Datenmengen zuständig. In seiner Freizeit übernimmt das Mitglied des Bakumer Gemeinderates Verantwortung für große Bienenscharen.

Imker Bohlke bei der Arbeit

Schon zur ersten Obstbaumblüte im April beginnt die Arbeit des Imkers.

Imker Bohlke geht im Grünen der Arbeit nach

Regelmäßig inspiziert Franz-Josef Bohlke seine Bienenstände.

Zehn Völker sammeln unter seiner Aufsicht und mit seiner Pflege an mehreren Standorten im Landkreis Vechta Blütennektar. Bis zu 500.000 Bienen produzieren zwischen Vechta und seiner Heimatstadt Lüsche Honig, ca. 30 Kilogramm sind es pro Volk und Jahr. Die meiste Aufmerksamkeit brauchen Bienen in diesen Monaten, von April bis August. Derzeit investiert er fast einen Tag pro Woche. Für Urlaubsreisen sei dann im Herbst noch Zeit genug, sagt Bohlke.

Bienen produzieren nicht nur Honig, sie spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem. „Die Bestäubungsleistung der Bienen ist für den Deutschen Obstanbau unersetzlich“, weiß Bohlke.  Eine Blüte, die nicht bestäubt wird, trage keine Frucht. Um Bienenvölker für ihre wichtige Aufgabe zu erhalten, müssen die Insekten das ganze Jahr über Nahrung finden. Ohne Bienen kein Obst, vereinfacht der Imker. In dritter Generation führt er das Hobby weiter, aus Traditionsverbundenheit und familiärer Verpflichtung. Aber auch, damit noch in Zukunft heimischer Honig, Äpfel und Birnen aus dem Oldenburger Münsterland auf dem Markt zu kaufen sind. Auch Bohlke weiß, dass die Bewahrung der Schöpfung nicht die einzige Motivation vieler Imker ist. Das Interesse am Produkt Honig ist groß, aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht. Lokaler Honig hilft Konsumenten sich gegen heimische Pollen zu immunisieren, allergische Reaktionen zu reduzieren, informiert der Familienvater.

Neben der Pflege der Bienenvölker gehört auch Aufklärung zur Arbeit der Honigfreunde. Allein im Landkreis Vechta sind rund zweihundert Imker mit 1400 Völkern aktiv. Nicht zuletzt engagieren sie sich auch im Deutschen Imkerbund e.V. für einheimischen Honig und damit den Schutz der hiesigen Bienen.
Gartenbesitzer und Gartenplaner könnten einen Beitrag leisten und Nahrungspflanzen für die Bienen bereitstellen, empfiehlt der studierte Informatiker. Ausgeräumte Landschaften und Gärten machen den Bienen das Leben schwer, sie brauchen Artenvielfalt um ganzjährig Futter zu finden. „Die Bestäuber brauchen unsere Hilfe“, betont Bohlke. Einheimische Blütenpflanzen, Kräuter und Bäume helfen den Insekten Nahrung zu finden. Importierte Sorten wie die Gelbe Forsythie würden von Bienen nicht angeflogen. „Eine für Bienen schmackhafte Pflanzenwelt hilft uns, nachhaltig nicht nur von der Natur zu profitieren, sondern im Einklang mit ihr zu leben“, wirbt der Familienvater.

Nicht zuletzt schätzt Franz-Josef Bohlke an seinem Hobby die Tätigkeit mitten in der Natur. Sein Handy steht im Berufsalltag selten still. Einige seiner Völker würden im Funkloch leben, scherzt er. Er könne den Bienen gut bei der Arbeit zuschauen und sich dabei von Stress und Hektik erholen. Bei Besuchen an seinen Bienenständen pflegt er seine Tiere, beobachtet die Flora und Fauna und findet so Pausenmomente.

Johannes Hörnemann 

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